Ich hätte euch gerne unterstützt. Aber SO will ich nicht mehr funktionieren.
Mit Halbinformationen gefüttert. Immer herangepfiffen um eurem großartigen Schauspiel als Claqueur beizuwohnen. Es wird so getan als ob ihr mich mitspielen lassen wolltet und wenn ich dann da bin, stelle ich fest, ich bin wieder nur der Komparse, der sich schlecht fühlen soll, ob eurer plakativen Gutmenschlichkeit. Besonders schön, wenn noch andere dabei sind. Gut geimpft mit eurem herzlichen Auftreten und dieser übereifrigen Selbstlosigkeit. Ich komme dann dazu und darf dann noch, vor vollendete Tatsachen gestellt, als Kontrapunkt dienen.
Gerne auch dazu benutzt im Nachhinein eure Entscheidungen abzusegnen, die ihr vor mir ausbreitet. Gut vorbereitet und durchdacht. Vorher mir erzählend es ginge darum gemeinsam Entscheidungen zu treffen, denn.. man könne sich doch gegenseitig unterstützen. Um immer nur festzustellen, dass die gegenseitige Unterstützung nur eine Worthülse ist, um mich herabzusetzen mit euren bereits vollzogenen Taten, an denen zu Rütteln mir wieder nur zum Nachteil ausgelegt würde.
Es geht nicht darum dass ich eure Taten beanstanden würde. Es geht um das Vorspielen, dass es darum ginge, dass wir doch alle beteiligt seien. Es ist wie der Zaubertrick eines Illusionisten. Ihr wollt mich glauben lassen etwas wäre Wirklichkeit und ich kann euch nicht nachweisen, dass ihr mir nur eine Illusion präsentiert. Ständig das Gefühl für dumm verkauft zu werden. Ehrlichkeit und Offenheit und Augenhöhe vorgebend, wo ich nur doppelbödige Selbsterhöhung wahrnehme.
Ewig ein verlorenes Spiel für mich. Ich kann nichts gewinnen. Egal was ich tue oder lasse, egal was ich sage oder wie ich mich verhalte, es bleibt immer ein schlechtes Gewissen.
Gehe ich mit euch, ist es manchmal sogar richtig, gibt ein gutes Gefühl und ich glaube endlich ist es stimmig. Doch dann, irgendwann, ist wieder etwas und das altbekannte Gefühl im Kontakt mit euch ist wieder da. Der Kontakt bricht dann plötzlich ab, wenn ich nicht so funktioniere, wie es euch gefällt. Es ist als dürfte ich nur mitspielen, wenn ich an die Illusion glaube und nicht zweifele. Sobald ich etwas hinterfrage, einen anderen Standpunkt äußere, mich in dem Spiel einbringe mit meinem So-Sein, ist das Spiel für mich gelaufen. Es scheint Auseinandersetzungen mit mir sind empörend für euch und ein Zeichen meiner Unzulänglichkeit. Schnell werde ich wieder auf das rechte Maß zurechtgestutzt durch Nichtkommunikation.
Warscheinlich darf ich irgendwann wieder dabei sein, wenn ihr das Rad weitergedreht habt, ich durch eure Nichtkommunikation lange genug in Unkenntnis aller Tatsachen gelassen werde und ihr eure dadurch entstehende Überlegenheit wieder durch meine Vorführung bei eurem Schauspiel unter Beweiss stellen könnt.
Ich sabotiere mich selber, indem ich auch einen Schritt zurück gehe als Reaktion auf eure Nichtkommunikation. Ich bringe mich dadurch selber noch mehr ins Hintertreffen. Gerate in die Rolle desjenigen der nun absolut im Aus ist. So wie schon der Vierte von uns, der durch seinen totalen Kontaktabruch eure Empörung über ihn und den schlechten Ruf den ihr über ihn verbreitet rechtfertigte.
Doch was wäre, wenn ich stattdessen euch hinterherspurten würde, es nach Kontaktaufnahme nicht bei eurem Schweigen belassen würde, sondern wieder und wieder Kontakt versuchen würde und einfach meine Selbstachtung dabei wieder und wieder über Bord fallen lasse. Wäre das besser für mich?
Es bleibt ein aussichtsloses Spiel ohne Gewinn für mich.