Nach Wochen konnte ich mich endlich wieder antreiben, in meine alte Heimat zu fahren und meine Eltern zu besuchen. Ja, ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich dies nicht öfter mache. Aber es tut mir nicht gut. Ich muss in einem einigermaßen ausgelichenen Zustand sein, um mir die Begegnung zu geben.
Das hat mehrere Gründe. Erstmal haben wir uns wirklich nichts zu sagen. Meine Mutter tut mir wirklich sehr leid. Heute hat sie wieder einmal Männer auf einem Dach gesehen. Die Pflegekraft, die dabei war, als ich ins Zimmer kam, war sehr freundlich und hat versucht ihr zu erklären, dass dort keine Männer auf dem Dach sind. Es wird halt immer schlimmer, mit der Paranoia meiner Mutter. Ja, ich nenne es Paranoia. Dies hat nichts zu tun mit Alzheimer (allerdings kommt Alzheimer sicherlich mittlerweile dazu).Sie erzählt mein Vater würde in der Nacht mit den jungen Pflegerinnen in den Keller fahren und dort im Casino spielen und sich amüsieren ohne sie. Ich denke hier gehen die Erfahrungen von sechzig Jahren mit ihrem Mann und Alzheimer eine Verbindung ein, die immer mehr in den Wahnsinn steuert.
Aber - und ich bin mir bewusst, dass dies hart und kalt klingt - dies ist nicht meine Sache! Ich kann nicht helfen. Ich habe mein Leben lang versucht von meiner Mutter Zuneigung zu erhalten und es nie geschafft. Auch mein Vater hat keinerlei wirkliches Interesse an seinen Kinder, außerhalb allem was ihn selbst betrifft.
Ich besuche meine Eltern, um mein Gewissen zu beruhigen. Ich werde mir immer mehr bewusst, dass es für mich und meine Gesundheit, dass Beste wäre, einen absoluten Bruch mit meiner Familie zu vollziehen, so wie es mein Bruder bereits vor 15 Jahren getan hat. Nun versuche ich meinen Weg in dieser Situation zu finden, der es mir emöglicht zumindest für mein Restleben noch ein gewisses Maß an Freude, Sinn und Erfüllung zu finden. Das ist die schierigste Aufgabe, die ich mir vorstellen kann, denn schließlich bin ich - genau so wie meine Geschwister - auch schwer emotional und mental geschädigt, durch diese dysfunktionale Familie.
Als ich also dort im Aufenthaltsraum mit den alten Leuten saß und versuchte irgendwie ein Gespräch zu führen, kamen natürlich auch wieder Pat und Paterchon und setzten sich zu uns. Mittlerweile freut es mich fast, wenn die auftauchen, denn so empfinde ich bei diesen Besuchen einen gewissen Sinn. Darin mir die Begegnungen wie von außen anzusehen und mit sich öffnenden Augen, erlebe ich vieles so anderes, als früher. Es eröffnet mir endlich mehr Vertrauen in meine eigene Wahrnehmung.
Meine Geschwister saßen meinen Eltern am Tisch gegenüber und ich musste fast grinsen, denn es wirkte in ihrem Zusammenspiel wie eine Spiegelung des Beziehungsverhaltens meiner Eltern miteinandern. Hatte auch was gruseliges ;-)
Natürlich interessierte sich niemand dafür, was ich in den letzen Wochen gemacht hatte, niemand fragte mich irgendwas über mich oder mein Leben. Einen kleinen versetzte es mir immer noch, aber ich war nun bereits darauf vorbereitet und die Wehmut hielt sich in Grenzen.
Interessant war, als ich meine Schwester auf ihren Standortwechsel im Job ansprach (meine Mutter hatte so etwas erwähnt) und da ich mich für sie interessiert, wurde sie nun auch gesprächig über das oberflächliche bla-bla-bla hinaus, dass in dieser Konstellation immer üblich ist.
Sie erzählte mir, dass ihre Zweigstelle wieder zurück in die vorherige Stadt ziehen würde. Ich sagte, dass dies ja dann sicherlich gut wäre. Sie meinte:"Ach, jetzt brauche ich wirklich ein neues Auto (immer wieder Thema, seit ich das Auto meines Vaters gekauft habe!), bei meinem beschlagen immer die Scheiben und im Winter fährt es sich nicht so gut. Dadurch das [ihre Tocher] die Ausbildung angefangen hätte, hatte ich gedacht ich könne mir ein gutes Auto leisten. Aber jetzt, wo sie nach zwei Wochen die Ausbildung geschmießen hat, muss ich sie wieder auf meine Rechnung nehmen und werde mir nur ein viel schlechteres leisten können!"
Oha! Das meine Nichte (Borderlinerin -woher wohl ;-) ) ihre Ausbildung in den Sand setzten würde überraschte mich bei der Vorgeschichte nicht. Aber so schnell, dass war schon der Hammer!
Und der größte Hammer daran war für mich, dass das einzige, was meine Schwester daran zu sorgen schien, die Auswirkung auf ihre eigene finanzielle Situation war!!! Also wurde mir vorgejammert wie arm sie selbst dran war, weil meine Nichte nun doch noch kein Geld verdienen würde! Meine Nichte kam in ihrer Geschichte nur als diejenige vor, die meiner Schwester bei ihren Plänen die Tour versaut hat.
Ich hätte kotzen können!!
Warum wohl, ist meine Nichte Borderlinerin geworden... ? Ich denke nicht, dass meine Schwester sich jemals diese Frage in Bezug auf ihr eigenes Wesen gestellt hatte...
Natürlich kann es auch sein, dass dies nur mir gegenüber aus dieser Perspektive erzählt wurde, um einmal mehr subtil einfließen zu lassen, dass ich ja das Auto meines Vaters genommen habe und so undankbar bin (nicht erwähnt wird dann allerdings, dass mein Bruder das Haus meiner Eltern okupiert hat und meine Schwester mit der Kontovollmacht die für sich wohl ziemlich befriedigende Kontrolle über meine Eltern).
Aber egal, welche Annahme der Wahrheit entspricht (im Zweifel ein mix aus beiden), es ist manipulativ, egozentrisch und abwertend.
Ich werde immer kühler in der Gegenwart meiner Schwester.
Vom schwarzen Schaf
Sonntag, 4. September 2016
Dienstag, 2. August 2016
Wieder einmal war ein Besuch im Pflegeheim fällig. Und natürlich waren Pat und Patachon, meine Geschwister, schon dort. Wir saßen dann alle fünf zusammen und tranken Kaffee. Ich ließ das alles relativ gut an mir vorbei ziehen. Sagte zu den Monologen meines Bruders immer nur ja und konnte mich ganz gut unter Kontrolle halten, einzusteigen und zu dem ein oder anderen Bullshit meinen Kommentar abzulassen, wie ich es früher so oft getan haben. Nur um bei nächst bester Gelegenheit von ihm den selben Monolog, nur mit gegenteiliger Meinungsäußerung, zu hören. Ich lerne.
Als sich das Gespräch dann wieder um meine Schwester und deren Belange drehte, dass einzige Gesprächsthema neben Wetter, Politik und Nachbarschaftsneuigkeiten, habe ich den Mund gehalten und freundlich dem Gespräch zugehört. Einmal wurde ich nach meiner Meinung zu einem potentiellen neuen Auto, dass meine Schwester braucht gefragt und habe lapidar gesagt, dass ich nichts davon verstehe und mein Bruder da sicherlich mehr zu weiss. Die Antwort wurde kommentarlos akzeptiert und ich für den Rest des Gesprächs in Ruhe gelasssen. Ich lerne.
Dann brachten wir unsere Eltern auf ihre Zimmer. Mein Vater zog wieder los, um alle Frauen im Pflegeheim zu hoffieren. Meine Mutter begleiteten wir in ihr Zimmer, wo ich dann wieder einmal ihrer hasserfüllten eifersüchtigen Tirade über das paarungswillige Verhalten meines Vaters zuhören musste.
Meine Geschwister haben Vormundschaft und Kontovollmacht über meine Eltern und meine Schwester hat meiner Mutter noch Geld versprochen. Meine Schwester gab ihr Geld und sagte: "Siehst du du hast mehr Geld als ich in der Tasche". Meine Mutter zählte das Geld und kam auf dreizig Euro. Meine Geschwister sagten: "Nein, nein, zählt noch mal nach das ist viel mehr". Ich schaute nun aufs Bett und sah wie meine Mutter das Geld zählte. Es waren, wie sie auch feststellte, dreizig Euro. Meine Geschwister sagten: "Nein, nein, zählt noch mal. Das sind doch dreihundert Euro." Meine Mutter zählte nochmal nach und kam - genau wie ich - auf dreizig Euro. Meine Mutter schaute sehr verwirrt. Ich schaute meine Geschwister empört an. Meine Geschwister schauten mich grinsend und augenzwinkernd an und sagten zu meiner Mutter: "Nein, du irrst dich. Es sind dreihundert Euro". Mir wurde schlecht. Ich sagte erzürnd zu meinen Geschwistern, dass ich das nicht in Ordnung fände und dass man sowas nicht macht. Meine Geschwister reagierten nicht. Es wurde dazu nichts mehr gesagt.
Dann verabschiedeten wir uns von unserer Mutter und ich fragte sie, was sie noch machen wolle. Meine Mutter lächelte etwas irre und verschmitzt und sagte, sie würde jetzt meinem Vater hinterherschnüffeln und schauen, ob er wieder mit einer anderen Frau rummacht. "Der alte Bock hält sich für den Größten", sagte sie und schlich erfreut von dannen den Flur des Pflegeheims hinunter...
Am Ausgang verabschiedete ich mich von meinen Geschwistern. Sie fragten mich nach meinem Eindruck und ich sagte, dass unser Vater sich ja ganz gut eingelebt zu haben schien. Darauf meine Geschwister:"Nein, er wird sich hier nie einleben". Komisch, dass hatte ich bisher immer gesagt und meine Geschwister sagten was anderes... Dann ging es noch ein wenig hin und her über die Rahmenbedingungen usw. Mein Bruder sagte in der Verabschiedung, dass unsere Eltern ja ganz gut aufgehoben wären. Und als wir uns alle schon zum Gehen umgedreht hatten - meine Geschwister in die eine und ich in die andere Richtung - hörte ich noch wie mein Bruder zusetzte:"Schade nur, dass es so lange dauert".
Ich ging, stieg in mein Auto und drehte mich nicht mehr um.
Als sich das Gespräch dann wieder um meine Schwester und deren Belange drehte, dass einzige Gesprächsthema neben Wetter, Politik und Nachbarschaftsneuigkeiten, habe ich den Mund gehalten und freundlich dem Gespräch zugehört. Einmal wurde ich nach meiner Meinung zu einem potentiellen neuen Auto, dass meine Schwester braucht gefragt und habe lapidar gesagt, dass ich nichts davon verstehe und mein Bruder da sicherlich mehr zu weiss. Die Antwort wurde kommentarlos akzeptiert und ich für den Rest des Gesprächs in Ruhe gelasssen. Ich lerne.
Dann brachten wir unsere Eltern auf ihre Zimmer. Mein Vater zog wieder los, um alle Frauen im Pflegeheim zu hoffieren. Meine Mutter begleiteten wir in ihr Zimmer, wo ich dann wieder einmal ihrer hasserfüllten eifersüchtigen Tirade über das paarungswillige Verhalten meines Vaters zuhören musste.
Meine Geschwister haben Vormundschaft und Kontovollmacht über meine Eltern und meine Schwester hat meiner Mutter noch Geld versprochen. Meine Schwester gab ihr Geld und sagte: "Siehst du du hast mehr Geld als ich in der Tasche". Meine Mutter zählte das Geld und kam auf dreizig Euro. Meine Geschwister sagten: "Nein, nein, zählt noch mal nach das ist viel mehr". Ich schaute nun aufs Bett und sah wie meine Mutter das Geld zählte. Es waren, wie sie auch feststellte, dreizig Euro. Meine Geschwister sagten: "Nein, nein, zählt noch mal. Das sind doch dreihundert Euro." Meine Mutter zählte nochmal nach und kam - genau wie ich - auf dreizig Euro. Meine Mutter schaute sehr verwirrt. Ich schaute meine Geschwister empört an. Meine Geschwister schauten mich grinsend und augenzwinkernd an und sagten zu meiner Mutter: "Nein, du irrst dich. Es sind dreihundert Euro". Mir wurde schlecht. Ich sagte erzürnd zu meinen Geschwistern, dass ich das nicht in Ordnung fände und dass man sowas nicht macht. Meine Geschwister reagierten nicht. Es wurde dazu nichts mehr gesagt.
Dann verabschiedeten wir uns von unserer Mutter und ich fragte sie, was sie noch machen wolle. Meine Mutter lächelte etwas irre und verschmitzt und sagte, sie würde jetzt meinem Vater hinterherschnüffeln und schauen, ob er wieder mit einer anderen Frau rummacht. "Der alte Bock hält sich für den Größten", sagte sie und schlich erfreut von dannen den Flur des Pflegeheims hinunter...
Am Ausgang verabschiedete ich mich von meinen Geschwistern. Sie fragten mich nach meinem Eindruck und ich sagte, dass unser Vater sich ja ganz gut eingelebt zu haben schien. Darauf meine Geschwister:"Nein, er wird sich hier nie einleben". Komisch, dass hatte ich bisher immer gesagt und meine Geschwister sagten was anderes... Dann ging es noch ein wenig hin und her über die Rahmenbedingungen usw. Mein Bruder sagte in der Verabschiedung, dass unsere Eltern ja ganz gut aufgehoben wären. Und als wir uns alle schon zum Gehen umgedreht hatten - meine Geschwister in die eine und ich in die andere Richtung - hörte ich noch wie mein Bruder zusetzte:"Schade nur, dass es so lange dauert".
Ich ging, stieg in mein Auto und drehte mich nicht mehr um.
Sonntag, 17. Juli 2016
Ich hätte euch gerne unterstützt. Aber SO will ich nicht mehr funktionieren.
Mit Halbinformationen gefüttert. Immer herangepfiffen um eurem großartigen Schauspiel als Claqueur beizuwohnen. Es wird so getan als ob ihr mich mitspielen lassen wolltet und wenn ich dann da bin, stelle ich fest, ich bin wieder nur der Komparse, der sich schlecht fühlen soll, ob eurer plakativen Gutmenschlichkeit. Besonders schön, wenn noch andere dabei sind. Gut geimpft mit eurem herzlichen Auftreten und dieser übereifrigen Selbstlosigkeit. Ich komme dann dazu und darf dann noch, vor vollendete Tatsachen gestellt, als Kontrapunkt dienen.
Gerne auch dazu benutzt im Nachhinein eure Entscheidungen abzusegnen, die ihr vor mir ausbreitet. Gut vorbereitet und durchdacht. Vorher mir erzählend es ginge darum gemeinsam Entscheidungen zu treffen, denn.. man könne sich doch gegenseitig unterstützen. Um immer nur festzustellen, dass die gegenseitige Unterstützung nur eine Worthülse ist, um mich herabzusetzen mit euren bereits vollzogenen Taten, an denen zu Rütteln mir wieder nur zum Nachteil ausgelegt würde.
Es geht nicht darum dass ich eure Taten beanstanden würde. Es geht um das Vorspielen, dass es darum ginge, dass wir doch alle beteiligt seien. Es ist wie der Zaubertrick eines Illusionisten. Ihr wollt mich glauben lassen etwas wäre Wirklichkeit und ich kann euch nicht nachweisen, dass ihr mir nur eine Illusion präsentiert. Ständig das Gefühl für dumm verkauft zu werden. Ehrlichkeit und Offenheit und Augenhöhe vorgebend, wo ich nur doppelbödige Selbsterhöhung wahrnehme.
Ewig ein verlorenes Spiel für mich. Ich kann nichts gewinnen. Egal was ich tue oder lasse, egal was ich sage oder wie ich mich verhalte, es bleibt immer ein schlechtes Gewissen.
Gehe ich mit euch, ist es manchmal sogar richtig, gibt ein gutes Gefühl und ich glaube endlich ist es stimmig. Doch dann, irgendwann, ist wieder etwas und das altbekannte Gefühl im Kontakt mit euch ist wieder da. Der Kontakt bricht dann plötzlich ab, wenn ich nicht so funktioniere, wie es euch gefällt. Es ist als dürfte ich nur mitspielen, wenn ich an die Illusion glaube und nicht zweifele. Sobald ich etwas hinterfrage, einen anderen Standpunkt äußere, mich in dem Spiel einbringe mit meinem So-Sein, ist das Spiel für mich gelaufen. Es scheint Auseinandersetzungen mit mir sind empörend für euch und ein Zeichen meiner Unzulänglichkeit. Schnell werde ich wieder auf das rechte Maß zurechtgestutzt durch Nichtkommunikation.
Warscheinlich darf ich irgendwann wieder dabei sein, wenn ihr das Rad weitergedreht habt, ich durch eure Nichtkommunikation lange genug in Unkenntnis aller Tatsachen gelassen werde und ihr eure dadurch entstehende Überlegenheit wieder durch meine Vorführung bei eurem Schauspiel unter Beweiss stellen könnt.
Ich sabotiere mich selber, indem ich auch einen Schritt zurück gehe als Reaktion auf eure Nichtkommunikation. Ich bringe mich dadurch selber noch mehr ins Hintertreffen. Gerate in die Rolle desjenigen der nun absolut im Aus ist. So wie schon der Vierte von uns, der durch seinen totalen Kontaktabruch eure Empörung über ihn und den schlechten Ruf den ihr über ihn verbreitet rechtfertigte.
Doch was wäre, wenn ich stattdessen euch hinterherspurten würde, es nach Kontaktaufnahme nicht bei eurem Schweigen belassen würde, sondern wieder und wieder Kontakt versuchen würde und einfach meine Selbstachtung dabei wieder und wieder über Bord fallen lasse. Wäre das besser für mich?
Es bleibt ein aussichtsloses Spiel ohne Gewinn für mich.
Mit Halbinformationen gefüttert. Immer herangepfiffen um eurem großartigen Schauspiel als Claqueur beizuwohnen. Es wird so getan als ob ihr mich mitspielen lassen wolltet und wenn ich dann da bin, stelle ich fest, ich bin wieder nur der Komparse, der sich schlecht fühlen soll, ob eurer plakativen Gutmenschlichkeit. Besonders schön, wenn noch andere dabei sind. Gut geimpft mit eurem herzlichen Auftreten und dieser übereifrigen Selbstlosigkeit. Ich komme dann dazu und darf dann noch, vor vollendete Tatsachen gestellt, als Kontrapunkt dienen.
Gerne auch dazu benutzt im Nachhinein eure Entscheidungen abzusegnen, die ihr vor mir ausbreitet. Gut vorbereitet und durchdacht. Vorher mir erzählend es ginge darum gemeinsam Entscheidungen zu treffen, denn.. man könne sich doch gegenseitig unterstützen. Um immer nur festzustellen, dass die gegenseitige Unterstützung nur eine Worthülse ist, um mich herabzusetzen mit euren bereits vollzogenen Taten, an denen zu Rütteln mir wieder nur zum Nachteil ausgelegt würde.
Es geht nicht darum dass ich eure Taten beanstanden würde. Es geht um das Vorspielen, dass es darum ginge, dass wir doch alle beteiligt seien. Es ist wie der Zaubertrick eines Illusionisten. Ihr wollt mich glauben lassen etwas wäre Wirklichkeit und ich kann euch nicht nachweisen, dass ihr mir nur eine Illusion präsentiert. Ständig das Gefühl für dumm verkauft zu werden. Ehrlichkeit und Offenheit und Augenhöhe vorgebend, wo ich nur doppelbödige Selbsterhöhung wahrnehme.
Ewig ein verlorenes Spiel für mich. Ich kann nichts gewinnen. Egal was ich tue oder lasse, egal was ich sage oder wie ich mich verhalte, es bleibt immer ein schlechtes Gewissen.
Gehe ich mit euch, ist es manchmal sogar richtig, gibt ein gutes Gefühl und ich glaube endlich ist es stimmig. Doch dann, irgendwann, ist wieder etwas und das altbekannte Gefühl im Kontakt mit euch ist wieder da. Der Kontakt bricht dann plötzlich ab, wenn ich nicht so funktioniere, wie es euch gefällt. Es ist als dürfte ich nur mitspielen, wenn ich an die Illusion glaube und nicht zweifele. Sobald ich etwas hinterfrage, einen anderen Standpunkt äußere, mich in dem Spiel einbringe mit meinem So-Sein, ist das Spiel für mich gelaufen. Es scheint Auseinandersetzungen mit mir sind empörend für euch und ein Zeichen meiner Unzulänglichkeit. Schnell werde ich wieder auf das rechte Maß zurechtgestutzt durch Nichtkommunikation.
Warscheinlich darf ich irgendwann wieder dabei sein, wenn ihr das Rad weitergedreht habt, ich durch eure Nichtkommunikation lange genug in Unkenntnis aller Tatsachen gelassen werde und ihr eure dadurch entstehende Überlegenheit wieder durch meine Vorführung bei eurem Schauspiel unter Beweiss stellen könnt.
Ich sabotiere mich selber, indem ich auch einen Schritt zurück gehe als Reaktion auf eure Nichtkommunikation. Ich bringe mich dadurch selber noch mehr ins Hintertreffen. Gerate in die Rolle desjenigen der nun absolut im Aus ist. So wie schon der Vierte von uns, der durch seinen totalen Kontaktabruch eure Empörung über ihn und den schlechten Ruf den ihr über ihn verbreitet rechtfertigte.
Doch was wäre, wenn ich stattdessen euch hinterherspurten würde, es nach Kontaktaufnahme nicht bei eurem Schweigen belassen würde, sondern wieder und wieder Kontakt versuchen würde und einfach meine Selbstachtung dabei wieder und wieder über Bord fallen lasse. Wäre das besser für mich?
Es bleibt ein aussichtsloses Spiel ohne Gewinn für mich.
Donnerstag, 16. Juni 2016
Kontakversuch
Meine Nichte hatte gerade Geburtstag. Ich habe ihr noch kein Geschenk geben können, da ich sie nicht gesehen habe.
Deshalb habe ich mir von meiner Schwester deren Handynummer erfragt. In der Öffentlichkeit. Ich habe sie problemlos erhalten.
Dann habe ich meiner Nichte eine Nachricht geschrieben. Das ich ihr nur über FB gratulieren könnte und mich freuen würde, wenn sie bei ihrem nächsten Besuch bei ihrem Vater ( der in der selben Stadt wohnt wie ich) sich bei mir meldet. Ich möchte sie gerne auf ein Eis oder was auch immer sie möchte einladen.
Ich habe keine Antwort erhalten.
Also, kann mir jemand sagen, was ich falsch mache?
Ich versuche den Kontakt zu meiner Familie immer wieder anzuknüpfen und auf meine Reaktionen kommt nicht zurück.
Ich bin es so satt, mich immer zu zu fragen, was ich falsch mache. Ich bin es satt, satt, satt!!!!!
Es reicht mir so dieses Gefühl mich schlecht zu fühlen.
NEIN, ES LIEGT NICHT AN MIR.
Sie haben mich nun entgültig rausgemoppt. Und keiner kriegt es mit, weil die nach außen hin alles richtig machen, halt so wie man es machen muss, damit alle einen für nett und angepasst halten.
Deshalb habe ich mir von meiner Schwester deren Handynummer erfragt. In der Öffentlichkeit. Ich habe sie problemlos erhalten.
Dann habe ich meiner Nichte eine Nachricht geschrieben. Das ich ihr nur über FB gratulieren könnte und mich freuen würde, wenn sie bei ihrem nächsten Besuch bei ihrem Vater ( der in der selben Stadt wohnt wie ich) sich bei mir meldet. Ich möchte sie gerne auf ein Eis oder was auch immer sie möchte einladen.
Ich habe keine Antwort erhalten.
Also, kann mir jemand sagen, was ich falsch mache?
Ich versuche den Kontakt zu meiner Familie immer wieder anzuknüpfen und auf meine Reaktionen kommt nicht zurück.
Ich bin es so satt, mich immer zu zu fragen, was ich falsch mache. Ich bin es satt, satt, satt!!!!!
Es reicht mir so dieses Gefühl mich schlecht zu fühlen.
NEIN, ES LIEGT NICHT AN MIR.
Sie haben mich nun entgültig rausgemoppt. Und keiner kriegt es mit, weil die nach außen hin alles richtig machen, halt so wie man es machen muss, damit alle einen für nett und angepasst halten.
Montag, 13. Juni 2016
Ich werde immer auf dem Laufenden gehalten und mit ins Boot geholt
Letzten Samstag. Nach zwei Wochen bin ich dann mal wieder meine Eltern im Altenheim besuchen gefahren. Nein, ich habe keine Lust mehr mich unter druck setzen zu lassen. Ich bin doch sowieso die die nicht wirklich dazu gehört. Ich arbeite nun einfach nur noch daran meine Rolle als schwarzes Schaf zu akzeptieren. Und lieber mir selber etwas Gutes zu tun, als immer der Möhre hinterher zu rennen, die ich doch nie bekommen werde...
Letztes Wochenende schrieb mir meine Schwester eine Mail:
ich hoffe, bei dir ist auch alles in Ordnung.
Bei meinem letzten Besuch hat mir die Pflegerin schon die neuen Zimmer der beiden gezeigt.
Liebe Grüße und ein schönes Restwochenende
Nachtrag:
Heute habe ich es gewagt. Ich habe ihr noch eine Rückmeldung gegeben:
Hallo J,
es war schön euch am Wochenende bei unseren Eltern zu treffen. Vor allem war es schön solche Fortschritte bei unserem Vater zu sehen.
Ich möchte dich bitten zukünftig Informationen die du über Veränderungen bei unseren Eltern von dem Pflegeheim erhälst zeitnah an mich weiterzuleiten, nicht erst mit einer Verzögerung von mehreren Wochen. Vielen Dank im Voraus.
Schöne Grüße und einen guten Start in die Woche
Oh, ich bin mir sicher ich werde für diese Mail noch bùßen müssen!
Mit schweigen und irgendwann mit einer ganz anderen Rückzahlung.
Bisher habe ich auf die Mail noch keine Antwort erhalten. Natürlich nicht. Grenzen Setzen ist sie von mir nicht gewohnt. Möglicherweise ist es für sie eine Unverschämtheit von mir. Wo sie doch so eine gute herzliche Frau ist. Und wer bin ich den schon...
Ich spüre sogar ein wenig Angst vor den Konsequenzen. Ich glaube sie wird nie darüber reden. Alles wie immer totschweigen. Ich wünschte wir könnten uns einmal gegeübersitzen und wir würden mal beide richtig sagen, was wir für Probleme miteinander habe.
Aber sie wird nie zugeben, dass sie Aggressionen gegen mich hegt und mich ablehnt und mich ausgrenzt. Nein, sie ist schließlich eine so herzliche Frau und ich bin komisch drauf..
Letztes Wochenende schrieb mir meine Schwester eine Mail:
Hallo , ich
hoffe, es geht Dir gut und alles ist mehr oder weniger in
Ordnung.
Ich
möchte Dir kurz mitteilen, daß das gemeinsame Zimmer für Mama
und Papa leider nicht funktioniert hat.
Sie
sind wieder getrennt untergebracht. Papa wohnt jetzt in Zimmer
xx mit einem Herrn zusammen und
Mama
ist in einem kleinen Einzelzimmer Nr. xy untergebracht.
Damit
Du sie bei Deinem nächsten Besuch nicht suchst............
Viele
liebe Grüße
J.
Meine Antwort war:
Hallo J.,ich hoffe, bei dir ist auch alles in Ordnung.
Bei meinem letzten Besuch hat mir die Pflegerin schon die neuen Zimmer der beiden gezeigt.
Liebe Grüße und ein schönes Restwochenende
Wirklich nett von meiner Schwester mich auf dem Laufenden zu halten. O.k. ich wusste schon dass unsere Eltern wieder getrennte Zimmer kriegen würden.
Nebenbei war ich von Anfang an überzeugt, dass die beiden besser getrennt werden. Ich habe meinen Vater gefragt, ob er wirklich mit unserer Mutter in ein Zimmer will. Aber natürlich wollte er... Ich habe meinen Geschwistern auch meine Bedenken mitgeteilt. Natürlich hatten Sie mir gegenüber die besten Argumente, warum es so besser ist...
Wirklich nett von meiner Schwester mich auf dem Laufenden zu halten. O.k. ich wusste schon, dass die beiden wieder getrennte Zimmer bekommen sollen, da sich meine Geschwister in meinem Beisein darüber unterhalten hatten. Gut, dass ich so gut von ihnen informiert werde...
Wirklich nett von meiner Schwester mich auf dem Laufenden zu halten. O.k. erst über zwei Wochen nachdem die beiden Eltern neue Zimmer bekommen haben. Und ich mir die erstaunte Nachfrage der Pflegerin anhören musste, als ich meine Eltern im Pflegeheim gesucht habe.
Aber wirklich nett von meiner Schwester mich auf dem Laufenden zu halten.... warum bin ich dann so wütend? Es muss daran liegen, dass ich irgendwie nicht sauber ticke...
Nachtrag:
Heute habe ich es gewagt. Ich habe ihr noch eine Rückmeldung gegeben:
Hallo J,
es war schön euch am Wochenende bei unseren Eltern zu treffen. Vor allem war es schön solche Fortschritte bei unserem Vater zu sehen.
Ich möchte dich bitten zukünftig Informationen die du über Veränderungen bei unseren Eltern von dem Pflegeheim erhälst zeitnah an mich weiterzuleiten, nicht erst mit einer Verzögerung von mehreren Wochen. Vielen Dank im Voraus.
Schöne Grüße und einen guten Start in die Woche
Oh, ich bin mir sicher ich werde für diese Mail noch bùßen müssen!
Mit schweigen und irgendwann mit einer ganz anderen Rückzahlung.
Bisher habe ich auf die Mail noch keine Antwort erhalten. Natürlich nicht. Grenzen Setzen ist sie von mir nicht gewohnt. Möglicherweise ist es für sie eine Unverschämtheit von mir. Wo sie doch so eine gute herzliche Frau ist. Und wer bin ich den schon...
Ich spüre sogar ein wenig Angst vor den Konsequenzen. Ich glaube sie wird nie darüber reden. Alles wie immer totschweigen. Ich wünschte wir könnten uns einmal gegeübersitzen und wir würden mal beide richtig sagen, was wir für Probleme miteinander habe.
Aber sie wird nie zugeben, dass sie Aggressionen gegen mich hegt und mich ablehnt und mich ausgrenzt. Nein, sie ist schließlich eine so herzliche Frau und ich bin komisch drauf..
Sonntag, 12. Juni 2016
Zufälle gibt es
Und wieder besuchte ich meine Eltern. Brauste also Samstagsmorgens die 50 km von mir in meinen Heimatort. Und da ich noch nichts gegessen hatte und es schon nach Mittag war machte ich einen Schlenker und parkte in der Innenstadt. Dann ging ich zu Fuß durch das Städtchen und kaufte mir etwas beim Bäcker.
Da ich ewig nicht mehr in dieser Stadt war ging ich essend ein wenig die mir altvertrauten und doch so fremden Geschäftsstraßen lang, betrachtete jene und diese Veränderung und bog in eine kleine Nebeneinkaufspassage ein.
Wer kommt mir entgegen - meine Schwester J. (alleine - gosh!). Ich sehe sie auf mich zu kommen, sie erkennt mich kurz darauf auch. Ich beisse noch einmal in mein Croissant, als sie vor mir stehen bleibt und mit ihrer immer etwas schrillen Stimme erstaunt ausruft, dass sie nun als allerletztes erwartet hat mich hier zu treffen. Ich sage, dass es mir genauso geht.
Ich sage schon lange nicht mehr viel bei meiner Schwester (habe meistens die Hoffnung aufgegeben...) , was sie aber nie zu bemerken scheint. Sie erzählt mir in ihrer aufgesetzt munteren Art, das Sie einkaufen war, für unsere Mutter neue Wäsche und bla bla bla. Und dann weiter, dass sie ja gerne mit mir einen Kaffee trinken würde, aber
a) ihr tun die Füße weh - kurzes Zögern (vermutliche Gedanken = "mist, die könnte man sich ja im Cafe ausruhen")
b) sie hunger hat und nach hause was essen muss - kurzes Zögern (vermutliche Gedanken = "mist, in einem Cafe oder so könnte man auch was essen")
c) ihre 16jährige Tochter wieder anstrengend ist (meine Nichte ist diagnostizierte Borderlinerin!) und sie zu ihr nach hause muss - lächeln (vermutliche Gedanken = "Bingo! Gerettet!")
Ich sage darauf gemütslos: "Ich will dich nicht aufhalten."
Sie darauf freundlich lächelnd: "Aber du hältst mich doch nicht auf!!"
Wir verabschieden uns. Das war wieder eine Begegnung der dritten Art......
Da ich ewig nicht mehr in dieser Stadt war ging ich essend ein wenig die mir altvertrauten und doch so fremden Geschäftsstraßen lang, betrachtete jene und diese Veränderung und bog in eine kleine Nebeneinkaufspassage ein.
Wer kommt mir entgegen - meine Schwester J. (alleine - gosh!). Ich sehe sie auf mich zu kommen, sie erkennt mich kurz darauf auch. Ich beisse noch einmal in mein Croissant, als sie vor mir stehen bleibt und mit ihrer immer etwas schrillen Stimme erstaunt ausruft, dass sie nun als allerletztes erwartet hat mich hier zu treffen. Ich sage, dass es mir genauso geht.
Ich sage schon lange nicht mehr viel bei meiner Schwester (habe meistens die Hoffnung aufgegeben...) , was sie aber nie zu bemerken scheint. Sie erzählt mir in ihrer aufgesetzt munteren Art, das Sie einkaufen war, für unsere Mutter neue Wäsche und bla bla bla. Und dann weiter, dass sie ja gerne mit mir einen Kaffee trinken würde, aber
a) ihr tun die Füße weh - kurzes Zögern (vermutliche Gedanken = "mist, die könnte man sich ja im Cafe ausruhen")
b) sie hunger hat und nach hause was essen muss - kurzes Zögern (vermutliche Gedanken = "mist, in einem Cafe oder so könnte man auch was essen")
c) ihre 16jährige Tochter wieder anstrengend ist (meine Nichte ist diagnostizierte Borderlinerin!) und sie zu ihr nach hause muss - lächeln (vermutliche Gedanken = "Bingo! Gerettet!")
Ich sage darauf gemütslos: "Ich will dich nicht aufhalten."
Sie darauf freundlich lächelnd: "Aber du hältst mich doch nicht auf!!"
Wir verabschieden uns. Das war wieder eine Begegnung der dritten Art......
Der Besuch
Da war ich wieder einmal bei meinen Eltern im Altenheim auf Besuch. Ich saß mit ihnen in ihrem kleinen Gemeinschaftsraum.
Und wie es der Zufall so will, geht der Aufzug auf und meine meine beiden Geschwister (natürlich im Doppelpack) treten heraus.
Meine Schwester sieht mich, lächelt mich an, kommt auf mich zu und sagt:"Na, wenn du da bist können wir ja direkt wieder gehen!". Und lächelt mich weiter freundlich an.
Und wie es der Zufall so will, geht der Aufzug auf und meine meine beiden Geschwister (natürlich im Doppelpack) treten heraus.
Meine Schwester sieht mich, lächelt mich an, kommt auf mich zu und sagt:"Na, wenn du da bist können wir ja direkt wieder gehen!". Und lächelt mich weiter freundlich an.
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