Meine Nichte hatte gerade Geburtstag. Ich habe ihr noch kein Geschenk geben können, da ich sie nicht gesehen habe.
Deshalb habe ich mir von meiner Schwester deren Handynummer erfragt. In der Öffentlichkeit. Ich habe sie problemlos erhalten.
Dann habe ich meiner Nichte eine Nachricht geschrieben. Das ich ihr nur über FB gratulieren könnte und mich freuen würde, wenn sie bei ihrem nächsten Besuch bei ihrem Vater ( der in der selben Stadt wohnt wie ich) sich bei mir meldet. Ich möchte sie gerne auf ein Eis oder was auch immer sie möchte einladen.
Ich habe keine Antwort erhalten.
Also, kann mir jemand sagen, was ich falsch mache?
Ich versuche den Kontakt zu meiner Familie immer wieder anzuknüpfen und auf meine Reaktionen kommt nicht zurück.
Ich bin es so satt, mich immer zu zu fragen, was ich falsch mache. Ich bin es satt, satt, satt!!!!!
Es reicht mir so dieses Gefühl mich schlecht zu fühlen.
NEIN, ES LIEGT NICHT AN MIR.
Sie haben mich nun entgültig rausgemoppt. Und keiner kriegt es mit, weil die nach außen hin alles richtig machen, halt so wie man es machen muss, damit alle einen für nett und angepasst halten.
Donnerstag, 16. Juni 2016
Montag, 13. Juni 2016
Ich werde immer auf dem Laufenden gehalten und mit ins Boot geholt
Letzten Samstag. Nach zwei Wochen bin ich dann mal wieder meine Eltern im Altenheim besuchen gefahren. Nein, ich habe keine Lust mehr mich unter druck setzen zu lassen. Ich bin doch sowieso die die nicht wirklich dazu gehört. Ich arbeite nun einfach nur noch daran meine Rolle als schwarzes Schaf zu akzeptieren. Und lieber mir selber etwas Gutes zu tun, als immer der Möhre hinterher zu rennen, die ich doch nie bekommen werde...
Letztes Wochenende schrieb mir meine Schwester eine Mail:
ich hoffe, bei dir ist auch alles in Ordnung.
Bei meinem letzten Besuch hat mir die Pflegerin schon die neuen Zimmer der beiden gezeigt.
Liebe Grüße und ein schönes Restwochenende
Nachtrag:
Heute habe ich es gewagt. Ich habe ihr noch eine Rückmeldung gegeben:
Hallo J,
es war schön euch am Wochenende bei unseren Eltern zu treffen. Vor allem war es schön solche Fortschritte bei unserem Vater zu sehen.
Ich möchte dich bitten zukünftig Informationen die du über Veränderungen bei unseren Eltern von dem Pflegeheim erhälst zeitnah an mich weiterzuleiten, nicht erst mit einer Verzögerung von mehreren Wochen. Vielen Dank im Voraus.
Schöne Grüße und einen guten Start in die Woche
Oh, ich bin mir sicher ich werde für diese Mail noch bùßen müssen!
Mit schweigen und irgendwann mit einer ganz anderen Rückzahlung.
Bisher habe ich auf die Mail noch keine Antwort erhalten. Natürlich nicht. Grenzen Setzen ist sie von mir nicht gewohnt. Möglicherweise ist es für sie eine Unverschämtheit von mir. Wo sie doch so eine gute herzliche Frau ist. Und wer bin ich den schon...
Ich spüre sogar ein wenig Angst vor den Konsequenzen. Ich glaube sie wird nie darüber reden. Alles wie immer totschweigen. Ich wünschte wir könnten uns einmal gegeübersitzen und wir würden mal beide richtig sagen, was wir für Probleme miteinander habe.
Aber sie wird nie zugeben, dass sie Aggressionen gegen mich hegt und mich ablehnt und mich ausgrenzt. Nein, sie ist schließlich eine so herzliche Frau und ich bin komisch drauf..
Letztes Wochenende schrieb mir meine Schwester eine Mail:
Hallo , ich
hoffe, es geht Dir gut und alles ist mehr oder weniger in
Ordnung.
Ich
möchte Dir kurz mitteilen, daß das gemeinsame Zimmer für Mama
und Papa leider nicht funktioniert hat.
Sie
sind wieder getrennt untergebracht. Papa wohnt jetzt in Zimmer
xx mit einem Herrn zusammen und
Mama
ist in einem kleinen Einzelzimmer Nr. xy untergebracht.
Damit
Du sie bei Deinem nächsten Besuch nicht suchst............
Viele
liebe Grüße
J.
Meine Antwort war:
Hallo J.,ich hoffe, bei dir ist auch alles in Ordnung.
Bei meinem letzten Besuch hat mir die Pflegerin schon die neuen Zimmer der beiden gezeigt.
Liebe Grüße und ein schönes Restwochenende
Wirklich nett von meiner Schwester mich auf dem Laufenden zu halten. O.k. ich wusste schon dass unsere Eltern wieder getrennte Zimmer kriegen würden.
Nebenbei war ich von Anfang an überzeugt, dass die beiden besser getrennt werden. Ich habe meinen Vater gefragt, ob er wirklich mit unserer Mutter in ein Zimmer will. Aber natürlich wollte er... Ich habe meinen Geschwistern auch meine Bedenken mitgeteilt. Natürlich hatten Sie mir gegenüber die besten Argumente, warum es so besser ist...
Wirklich nett von meiner Schwester mich auf dem Laufenden zu halten. O.k. ich wusste schon, dass die beiden wieder getrennte Zimmer bekommen sollen, da sich meine Geschwister in meinem Beisein darüber unterhalten hatten. Gut, dass ich so gut von ihnen informiert werde...
Wirklich nett von meiner Schwester mich auf dem Laufenden zu halten. O.k. erst über zwei Wochen nachdem die beiden Eltern neue Zimmer bekommen haben. Und ich mir die erstaunte Nachfrage der Pflegerin anhören musste, als ich meine Eltern im Pflegeheim gesucht habe.
Aber wirklich nett von meiner Schwester mich auf dem Laufenden zu halten.... warum bin ich dann so wütend? Es muss daran liegen, dass ich irgendwie nicht sauber ticke...
Nachtrag:
Heute habe ich es gewagt. Ich habe ihr noch eine Rückmeldung gegeben:
Hallo J,
es war schön euch am Wochenende bei unseren Eltern zu treffen. Vor allem war es schön solche Fortschritte bei unserem Vater zu sehen.
Ich möchte dich bitten zukünftig Informationen die du über Veränderungen bei unseren Eltern von dem Pflegeheim erhälst zeitnah an mich weiterzuleiten, nicht erst mit einer Verzögerung von mehreren Wochen. Vielen Dank im Voraus.
Schöne Grüße und einen guten Start in die Woche
Oh, ich bin mir sicher ich werde für diese Mail noch bùßen müssen!
Mit schweigen und irgendwann mit einer ganz anderen Rückzahlung.
Bisher habe ich auf die Mail noch keine Antwort erhalten. Natürlich nicht. Grenzen Setzen ist sie von mir nicht gewohnt. Möglicherweise ist es für sie eine Unverschämtheit von mir. Wo sie doch so eine gute herzliche Frau ist. Und wer bin ich den schon...
Ich spüre sogar ein wenig Angst vor den Konsequenzen. Ich glaube sie wird nie darüber reden. Alles wie immer totschweigen. Ich wünschte wir könnten uns einmal gegeübersitzen und wir würden mal beide richtig sagen, was wir für Probleme miteinander habe.
Aber sie wird nie zugeben, dass sie Aggressionen gegen mich hegt und mich ablehnt und mich ausgrenzt. Nein, sie ist schließlich eine so herzliche Frau und ich bin komisch drauf..
Sonntag, 12. Juni 2016
Zufälle gibt es
Und wieder besuchte ich meine Eltern. Brauste also Samstagsmorgens die 50 km von mir in meinen Heimatort. Und da ich noch nichts gegessen hatte und es schon nach Mittag war machte ich einen Schlenker und parkte in der Innenstadt. Dann ging ich zu Fuß durch das Städtchen und kaufte mir etwas beim Bäcker.
Da ich ewig nicht mehr in dieser Stadt war ging ich essend ein wenig die mir altvertrauten und doch so fremden Geschäftsstraßen lang, betrachtete jene und diese Veränderung und bog in eine kleine Nebeneinkaufspassage ein.
Wer kommt mir entgegen - meine Schwester J. (alleine - gosh!). Ich sehe sie auf mich zu kommen, sie erkennt mich kurz darauf auch. Ich beisse noch einmal in mein Croissant, als sie vor mir stehen bleibt und mit ihrer immer etwas schrillen Stimme erstaunt ausruft, dass sie nun als allerletztes erwartet hat mich hier zu treffen. Ich sage, dass es mir genauso geht.
Ich sage schon lange nicht mehr viel bei meiner Schwester (habe meistens die Hoffnung aufgegeben...) , was sie aber nie zu bemerken scheint. Sie erzählt mir in ihrer aufgesetzt munteren Art, das Sie einkaufen war, für unsere Mutter neue Wäsche und bla bla bla. Und dann weiter, dass sie ja gerne mit mir einen Kaffee trinken würde, aber
a) ihr tun die Füße weh - kurzes Zögern (vermutliche Gedanken = "mist, die könnte man sich ja im Cafe ausruhen")
b) sie hunger hat und nach hause was essen muss - kurzes Zögern (vermutliche Gedanken = "mist, in einem Cafe oder so könnte man auch was essen")
c) ihre 16jährige Tochter wieder anstrengend ist (meine Nichte ist diagnostizierte Borderlinerin!) und sie zu ihr nach hause muss - lächeln (vermutliche Gedanken = "Bingo! Gerettet!")
Ich sage darauf gemütslos: "Ich will dich nicht aufhalten."
Sie darauf freundlich lächelnd: "Aber du hältst mich doch nicht auf!!"
Wir verabschieden uns. Das war wieder eine Begegnung der dritten Art......
Da ich ewig nicht mehr in dieser Stadt war ging ich essend ein wenig die mir altvertrauten und doch so fremden Geschäftsstraßen lang, betrachtete jene und diese Veränderung und bog in eine kleine Nebeneinkaufspassage ein.
Wer kommt mir entgegen - meine Schwester J. (alleine - gosh!). Ich sehe sie auf mich zu kommen, sie erkennt mich kurz darauf auch. Ich beisse noch einmal in mein Croissant, als sie vor mir stehen bleibt und mit ihrer immer etwas schrillen Stimme erstaunt ausruft, dass sie nun als allerletztes erwartet hat mich hier zu treffen. Ich sage, dass es mir genauso geht.
Ich sage schon lange nicht mehr viel bei meiner Schwester (habe meistens die Hoffnung aufgegeben...) , was sie aber nie zu bemerken scheint. Sie erzählt mir in ihrer aufgesetzt munteren Art, das Sie einkaufen war, für unsere Mutter neue Wäsche und bla bla bla. Und dann weiter, dass sie ja gerne mit mir einen Kaffee trinken würde, aber
a) ihr tun die Füße weh - kurzes Zögern (vermutliche Gedanken = "mist, die könnte man sich ja im Cafe ausruhen")
b) sie hunger hat und nach hause was essen muss - kurzes Zögern (vermutliche Gedanken = "mist, in einem Cafe oder so könnte man auch was essen")
c) ihre 16jährige Tochter wieder anstrengend ist (meine Nichte ist diagnostizierte Borderlinerin!) und sie zu ihr nach hause muss - lächeln (vermutliche Gedanken = "Bingo! Gerettet!")
Ich sage darauf gemütslos: "Ich will dich nicht aufhalten."
Sie darauf freundlich lächelnd: "Aber du hältst mich doch nicht auf!!"
Wir verabschieden uns. Das war wieder eine Begegnung der dritten Art......
Der Besuch
Da war ich wieder einmal bei meinen Eltern im Altenheim auf Besuch. Ich saß mit ihnen in ihrem kleinen Gemeinschaftsraum.
Und wie es der Zufall so will, geht der Aufzug auf und meine meine beiden Geschwister (natürlich im Doppelpack) treten heraus.
Meine Schwester sieht mich, lächelt mich an, kommt auf mich zu und sagt:"Na, wenn du da bist können wir ja direkt wieder gehen!". Und lächelt mich weiter freundlich an.
Und wie es der Zufall so will, geht der Aufzug auf und meine meine beiden Geschwister (natürlich im Doppelpack) treten heraus.
Meine Schwester sieht mich, lächelt mich an, kommt auf mich zu und sagt:"Na, wenn du da bist können wir ja direkt wieder gehen!". Und lächelt mich weiter freundlich an.
Wenn Eltern alt sind
Vor einem halben Jahr kamen meine Eltern ins Altenheim.
Mein Vater hatte eine Hirnblutung und musste im Krankenhaus operiert werden. Als ich diese Nachricht von meiner Schwester J. erhielt, war ich gerade auf Dienstreise. Nach dem ich wieder zuhause war fur ich die 50 km ins Krankenhaus in der Nähe des Ortes, an dem meine Familienmitglieder wohnen.
Ich hatte seit vier Jahren kein Auto. Nun fahre ich das Auto meines Vaters, das ich mit Zustimmung meiner Geschwister gegen einen geringen Preis übernehmen konnte. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln brauchte ich pro Strecke eineinhalb Stunden zum Krankenhaus und später zum Altenheim. So bin ich sehr dankbar für das sehr günstig übernommene Auto meines Vaters.
Ich habe meinen Vater mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ein Mal in der Woche und ein Mal am Wochenende besucht. Meine Schwester J. und mein Bruder U. waren jeden Tag dort. Zudem kümmerten sich meine Geschwister auch um meine Mutter, die nun alleine im Haus zurecht kommen musste. Ich bin nicht zu meiner Mutter gefahren, ich habe eine Abneigung sowohl gegen das Haus, als auch gegen meine Mutter (was sich jedoch seit sie im Altersheim ist etwas gelegt hat). Was heisst, dass ich mein Elternhaus als düster und deprimierend empfinde und es dort nicht gut aushalten kann.
Meine beiden Geschwister kümmern sich aufopferungsvoll um unsere Eltern. Mein Vater kam nach seinem Krankenhausaufenthalt in eine Reha-Klink, da er durch die Kopf-OP nicht mehr reden konnte und auch sonst motorisch schlecht aufgestellt war. Jedoch wurde sein Zustand in der Rehaklink noch schlechter, so dass er schliesslich im Rollstuhl saß.
Mein Vater war mittlerweile im Alternheim. Mein Bruder erklärte mir eine Heimpflegekraft wäre zu teuer und außerdem müsste man das Haus umbauen, was kaum ausreichend möglich wäre und außerdem bekommt man weniger Pflegegeld, wenn zuhause gepflegt wird als im Altenheim. Soweit ich mich dann erkundigt habe, waren diese finanziellen Argumente nicht von der Hand zu weisen und was einen potentiellen Umbau betraf habe ich aufgrund des Berufs meines Bruders keinen Zweifel, dass er sich damit auskennt.
Als ich einmal mit meiner Schwester in dem ganzen hin und her telefonierte klagte sie: "Kannst du dir vorstellen, wie dass ist, wenn man seinen eigenen Vater ins Altenheim geben muss?!".
Meine Geschwister meinten, meine Mutter könne alleine nicht mehr zuhause bleiben, da wäre sie überfordert. Außerdem hätte sie angst und würde immer einen fremden Mann im Baum sitzen sehen.
Es wäre gut, wenn Sie zu meinem Vater ins Altenheim käme, es wäre dort zum Glück gerade noch ein Platz für sie frei.
So waren meine beiden Eltern innerhalb weniger Monate im Altenheim gelandet. Es ging alles so schnell.
Meine Geschwister meinten wir sollten uns einmal zusammensetzen und das Finanzielle für unsere Eltern besprechen. Wir verabredeten, dass ich einen Tag nach meinem Geburtstag zu meiner Schwester fahre und wir die Papiere gemeinsam durchgehen.
Als ich ankam, war mein Bruder schon dort, die zwei Aktenordner waren auf dem Tisch und sie beide fleißig mit den Unterlagen beschäftigt. Ich setzte mich dazu und sie erklärten mir die Lage. Irgendwie hatte ich schon keine Lust mehr darauf, mir die Papiere selbst noch einmal durchzulesen. Meine Geschwister hatten schon einiges überflüssige gekündigt. Eigentlich war schon alles erledigt, was zu diesem Zeitpunkt zu erledigen war. Ich wusste eigentlich nicht so recht, warum ich überhaupt dort saß. Ich sagte, dass ich sie selbstverständlich unterstützen würde und sie sollten mir sagen wann und wo ich helfen könnte. Sie sahen mich an und erwiederten nichts.
Einige Zeit später fragten mich meine Geschwister, ob ich etwas dagegen hätte, wenn meine Schwester J. die Kontovollmacht und mein Bruder U. die Vormundschaft für unsere Eltern übernehmen würden. Es war eigentlich schon alles so auf den Weg gebracht. Warum hätte ich etwas dagegen haben sollen, sie kümmerten sich doch sowieso um alles, wie Wäsche, Pflegemittel bringen, bei den Pflegerinnen als Kontakt stehen usw., und ich habe meine Eltern ja nur besucht.
Wie schon erwähnt habe ich das Auto von meinem Vater übernommen, er war einverstanden. Und es wurde mit meinem Bruder abgemacht, dass ich es zum günstigsten regulären Preis kaufen würde. Um den Kaufvertrag klar zu machen fur ich zu meinem Bruder, der zwischenzeitlich im Haus meiner Eltern wohnte, um nach dem Rechten zu sehen und sich um die Katze zu kümmern.
Als ich dann ihm gegenüber saß, reichte er mir die Papiere und sagte ich könne das Auto so haben, es wäre unserem Vater sicherlich recht. Sollte ich das ablehnen? Ich sagte, dass ich zumindest einen Symbolischen Kaufpreis zahlen wollte und auch gerne einen offiziellen Kaufvertrag mit ihm unterzeichnen wollte. So wurde es vereinbart.
Dann sagte meine Bruder er würde gerne in dem Haus wohnen. Er würde, wenn unsere Eltern nicht mehr leben, dass Haus übernehmen wollen (ich wusste, dass dies der Wunsch meines Vaters war) und und mich dann auszahlen. Unsere Schwester J. hätte mit dem Grundstück schon mehr als ihren Anteil erhalten und vielleicht würde unser Bruder A. ja auch auf seinen Erbteil verzichten. Und mich würde er auszahlen, abzüglich dessen was ich schon einmal von meinen Eltern erhalten habe. Er hätte bisher ja als einziger noch nicht bekommen. Er wolle natürlich das Haus schon jetzt ein wenig auf seine Bedürfnisse umbauen und das würde ihn ja auch Geld kosten.
Er wollte also erstmal das Haus mieten und das Geld auf ein Tagesgeldkonto für unsere Eltern deponieren wollen. Ich fragte, warum auf ein Tagesgeldkonto und nicht auf das normale Girokonto, wie es bei Mieten üblich ist und schließlich leben unsere Eltern doch davon, dann wäre das doch gut so. Er hätte es nur so praktischer gefunden, dies wäre aber natürlich auch o.k. Ich habe keine Ahnung wie das nun läuft, da ich ja keine Kontoauszüge sehe.
Ich meinte er hätte doch gesagt, dass das Geld unserer Eltern nur noch ca. 5 Jahre für die Pflege reichen würde und man evtl. dass Haus verkaufen müsste. Er sagte unsere Eltern würden keine fünf Jahre mehr leben. Und ich fragte: "und das weisst du??". Er sagte:" Ja, dass weiss ich!". Ich habe daraufhin nichts mehr gesagt.
Meine Geschwister kümmern sich aufopferungsvoll um unsere Eltern im Altenheim. Ich habe es noch nie anders erlebt, als dass sie zu zweit dort aufgetaucht sind, in einstimmiger, sich unterstützender Symbiose. Sie kümmern sich um neue Kleidung, Frsörtermine, Arztbesuche, Fusspflege, Fernseher, Zeitungen, Blumen usw. usf..... Ich komme alle ein bis zwei Wochen zu Besuch mit dem Auto, für das ich dankbar bin.
Mein Vater hatte eine Hirnblutung und musste im Krankenhaus operiert werden. Als ich diese Nachricht von meiner Schwester J. erhielt, war ich gerade auf Dienstreise. Nach dem ich wieder zuhause war fur ich die 50 km ins Krankenhaus in der Nähe des Ortes, an dem meine Familienmitglieder wohnen.
Ich hatte seit vier Jahren kein Auto. Nun fahre ich das Auto meines Vaters, das ich mit Zustimmung meiner Geschwister gegen einen geringen Preis übernehmen konnte. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln brauchte ich pro Strecke eineinhalb Stunden zum Krankenhaus und später zum Altenheim. So bin ich sehr dankbar für das sehr günstig übernommene Auto meines Vaters.
Ich habe meinen Vater mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ein Mal in der Woche und ein Mal am Wochenende besucht. Meine Schwester J. und mein Bruder U. waren jeden Tag dort. Zudem kümmerten sich meine Geschwister auch um meine Mutter, die nun alleine im Haus zurecht kommen musste. Ich bin nicht zu meiner Mutter gefahren, ich habe eine Abneigung sowohl gegen das Haus, als auch gegen meine Mutter (was sich jedoch seit sie im Altersheim ist etwas gelegt hat). Was heisst, dass ich mein Elternhaus als düster und deprimierend empfinde und es dort nicht gut aushalten kann.
Meine beiden Geschwister kümmern sich aufopferungsvoll um unsere Eltern. Mein Vater kam nach seinem Krankenhausaufenthalt in eine Reha-Klink, da er durch die Kopf-OP nicht mehr reden konnte und auch sonst motorisch schlecht aufgestellt war. Jedoch wurde sein Zustand in der Rehaklink noch schlechter, so dass er schliesslich im Rollstuhl saß.
Mein Vater war mittlerweile im Alternheim. Mein Bruder erklärte mir eine Heimpflegekraft wäre zu teuer und außerdem müsste man das Haus umbauen, was kaum ausreichend möglich wäre und außerdem bekommt man weniger Pflegegeld, wenn zuhause gepflegt wird als im Altenheim. Soweit ich mich dann erkundigt habe, waren diese finanziellen Argumente nicht von der Hand zu weisen und was einen potentiellen Umbau betraf habe ich aufgrund des Berufs meines Bruders keinen Zweifel, dass er sich damit auskennt.
Als ich einmal mit meiner Schwester in dem ganzen hin und her telefonierte klagte sie: "Kannst du dir vorstellen, wie dass ist, wenn man seinen eigenen Vater ins Altenheim geben muss?!".
Meine Geschwister meinten, meine Mutter könne alleine nicht mehr zuhause bleiben, da wäre sie überfordert. Außerdem hätte sie angst und würde immer einen fremden Mann im Baum sitzen sehen.
Es wäre gut, wenn Sie zu meinem Vater ins Altenheim käme, es wäre dort zum Glück gerade noch ein Platz für sie frei.
So waren meine beiden Eltern innerhalb weniger Monate im Altenheim gelandet. Es ging alles so schnell.
Meine Geschwister meinten wir sollten uns einmal zusammensetzen und das Finanzielle für unsere Eltern besprechen. Wir verabredeten, dass ich einen Tag nach meinem Geburtstag zu meiner Schwester fahre und wir die Papiere gemeinsam durchgehen.
Als ich ankam, war mein Bruder schon dort, die zwei Aktenordner waren auf dem Tisch und sie beide fleißig mit den Unterlagen beschäftigt. Ich setzte mich dazu und sie erklärten mir die Lage. Irgendwie hatte ich schon keine Lust mehr darauf, mir die Papiere selbst noch einmal durchzulesen. Meine Geschwister hatten schon einiges überflüssige gekündigt. Eigentlich war schon alles erledigt, was zu diesem Zeitpunkt zu erledigen war. Ich wusste eigentlich nicht so recht, warum ich überhaupt dort saß. Ich sagte, dass ich sie selbstverständlich unterstützen würde und sie sollten mir sagen wann und wo ich helfen könnte. Sie sahen mich an und erwiederten nichts.
Einige Zeit später fragten mich meine Geschwister, ob ich etwas dagegen hätte, wenn meine Schwester J. die Kontovollmacht und mein Bruder U. die Vormundschaft für unsere Eltern übernehmen würden. Es war eigentlich schon alles so auf den Weg gebracht. Warum hätte ich etwas dagegen haben sollen, sie kümmerten sich doch sowieso um alles, wie Wäsche, Pflegemittel bringen, bei den Pflegerinnen als Kontakt stehen usw., und ich habe meine Eltern ja nur besucht.
Wie schon erwähnt habe ich das Auto von meinem Vater übernommen, er war einverstanden. Und es wurde mit meinem Bruder abgemacht, dass ich es zum günstigsten regulären Preis kaufen würde. Um den Kaufvertrag klar zu machen fur ich zu meinem Bruder, der zwischenzeitlich im Haus meiner Eltern wohnte, um nach dem Rechten zu sehen und sich um die Katze zu kümmern.
Als ich dann ihm gegenüber saß, reichte er mir die Papiere und sagte ich könne das Auto so haben, es wäre unserem Vater sicherlich recht. Sollte ich das ablehnen? Ich sagte, dass ich zumindest einen Symbolischen Kaufpreis zahlen wollte und auch gerne einen offiziellen Kaufvertrag mit ihm unterzeichnen wollte. So wurde es vereinbart.
Dann sagte meine Bruder er würde gerne in dem Haus wohnen. Er würde, wenn unsere Eltern nicht mehr leben, dass Haus übernehmen wollen (ich wusste, dass dies der Wunsch meines Vaters war) und und mich dann auszahlen. Unsere Schwester J. hätte mit dem Grundstück schon mehr als ihren Anteil erhalten und vielleicht würde unser Bruder A. ja auch auf seinen Erbteil verzichten. Und mich würde er auszahlen, abzüglich dessen was ich schon einmal von meinen Eltern erhalten habe. Er hätte bisher ja als einziger noch nicht bekommen. Er wolle natürlich das Haus schon jetzt ein wenig auf seine Bedürfnisse umbauen und das würde ihn ja auch Geld kosten.
Er wollte also erstmal das Haus mieten und das Geld auf ein Tagesgeldkonto für unsere Eltern deponieren wollen. Ich fragte, warum auf ein Tagesgeldkonto und nicht auf das normale Girokonto, wie es bei Mieten üblich ist und schließlich leben unsere Eltern doch davon, dann wäre das doch gut so. Er hätte es nur so praktischer gefunden, dies wäre aber natürlich auch o.k. Ich habe keine Ahnung wie das nun läuft, da ich ja keine Kontoauszüge sehe.
Ich meinte er hätte doch gesagt, dass das Geld unserer Eltern nur noch ca. 5 Jahre für die Pflege reichen würde und man evtl. dass Haus verkaufen müsste. Er sagte unsere Eltern würden keine fünf Jahre mehr leben. Und ich fragte: "und das weisst du??". Er sagte:" Ja, dass weiss ich!". Ich habe daraufhin nichts mehr gesagt.
Meine Geschwister kümmern sich aufopferungsvoll um unsere Eltern im Altenheim. Ich habe es noch nie anders erlebt, als dass sie zu zweit dort aufgetaucht sind, in einstimmiger, sich unterstützender Symbiose. Sie kümmern sich um neue Kleidung, Frsörtermine, Arztbesuche, Fusspflege, Fernseher, Zeitungen, Blumen usw. usf..... Ich komme alle ein bis zwei Wochen zu Besuch mit dem Auto, für das ich dankbar bin.
Der verlorene Sohn
Ich habe vier ältere Geschwister. Die älteste ist meine Schwester J., neun Jahre älter als ich. Dann man Bruder A., sechs Jahre älter als ich. Dann mein Bruder U., er ist zwei Jahre älter als ich. Und dann gab es noch mich.
Meinen Bruder A. habe ich vor 16 Jahren das letzte Mal gesehen. Das war auf der Taufe meiner Nichte. Wenn ich versuche mich zurückzuerinnern, scheint mir, als ob A. sich schon einige Zeit von der Familie distanziert hätte. Die Besuche bei unseren Eltern, wo wir Geschwister uns auch immer sahen, wurden kürzer und schließlich sporadisch.
Mein Bruder U. war der Taufpate meiner Nichte. Ich erinnere mich, dass mein Bruder A. bei der Taufe hinten an der Tür der Kirche stand und alles beobachtete. Das war die letzte Erinnerung an ihn, ich habe ihn danach nie wieder gesehen.
A. hat den Kontakt zu meinen Eltern und uns Geschwister komplett abgebrochen. Er wohnt ca. 5 km von unserem Elternhaus in seiner Eigentumswohnung entfernt.
Ein paar Mal erzählten meine Eltern, dass Sie A. entweder von weitem gesehen haben oder ihm in einem Supermarkt oder auf der Straße begegnet seien und er nur kurz angebunden und "blaffend" mit ihnen gesprochen hätte. Mein Vater hat ihm wohl auch mal einen Brief geschickt und ihn gebeten wieder zu Besuch zu kommen. Es gab nie eine Antwort.
Auch ich habe versucht mit ihm Kontakt aufzunehmen und ihm daher zumindest zu seinem Geburtstag eine Gratulationskarte geschrieben, auf die auch nie eine Reaktion erfolgte. Ich habe es dann eingestellt, es zu versuchen.
Keiner in meiner Familie kann verstehen, warum A. den Kontakt abgebrochen hat. Ich kenne auch keine Gründe dafür, jedoch habe ich das Gefühl, dass er für sich richtig gehandelt hat und irgendwie kann ich ihn verstehen und beneide ihn, um seine Stärke.
Schade, dass er mich nicht mitgenommen hat. Hätte ich ihn, hätte ich zumindest ein Familienmitglied, das mir nahe ist. Aber ich werde ihn nie wieder sehen und wenn ich so handele wie er, habe ich niemanden mehr in meinem Leben. Ist am Gängelband zu sein besser oder schlechter als ganz alleine zu sein?
Meinen Bruder A. habe ich vor 16 Jahren das letzte Mal gesehen. Das war auf der Taufe meiner Nichte. Wenn ich versuche mich zurückzuerinnern, scheint mir, als ob A. sich schon einige Zeit von der Familie distanziert hätte. Die Besuche bei unseren Eltern, wo wir Geschwister uns auch immer sahen, wurden kürzer und schließlich sporadisch.
Mein Bruder U. war der Taufpate meiner Nichte. Ich erinnere mich, dass mein Bruder A. bei der Taufe hinten an der Tür der Kirche stand und alles beobachtete. Das war die letzte Erinnerung an ihn, ich habe ihn danach nie wieder gesehen.
A. hat den Kontakt zu meinen Eltern und uns Geschwister komplett abgebrochen. Er wohnt ca. 5 km von unserem Elternhaus in seiner Eigentumswohnung entfernt.
Ein paar Mal erzählten meine Eltern, dass Sie A. entweder von weitem gesehen haben oder ihm in einem Supermarkt oder auf der Straße begegnet seien und er nur kurz angebunden und "blaffend" mit ihnen gesprochen hätte. Mein Vater hat ihm wohl auch mal einen Brief geschickt und ihn gebeten wieder zu Besuch zu kommen. Es gab nie eine Antwort.
Auch ich habe versucht mit ihm Kontakt aufzunehmen und ihm daher zumindest zu seinem Geburtstag eine Gratulationskarte geschrieben, auf die auch nie eine Reaktion erfolgte. Ich habe es dann eingestellt, es zu versuchen.
Keiner in meiner Familie kann verstehen, warum A. den Kontakt abgebrochen hat. Ich kenne auch keine Gründe dafür, jedoch habe ich das Gefühl, dass er für sich richtig gehandelt hat und irgendwie kann ich ihn verstehen und beneide ihn, um seine Stärke.
Schade, dass er mich nicht mitgenommen hat. Hätte ich ihn, hätte ich zumindest ein Familienmitglied, das mir nahe ist. Aber ich werde ihn nie wieder sehen und wenn ich so handele wie er, habe ich niemanden mehr in meinem Leben. Ist am Gängelband zu sein besser oder schlechter als ganz alleine zu sein?
Einladung
Letztes Jahr im Frühjahr rief mich meine Schwester an und erzählte mir, dass Sie mit meiner Nichte N. Karten für ein Musical in der nahen Großstadt hätte. Sie sagte, sie hätte meinen Bruder U. gefragt, ob er mitkommen wolle, jedoch hätte er abgelehnt, da das Musical nichts für ihn wäre. Sie fragte mich, ob ich mitkommen wollte.
Ich überlegte kurz, freute mich, dass J. an mich gedachte hatte und mit ihrer Tochter und mir etwas unternehmen wollte und sagte gerne zu. Meine Schwester J. sagte, sie hätte schon zwei Karten und es wäre sicher schwierig bis unwahrscheinlich noch eine Karte neben ihnen zu bekommen. Ob ich denn auch eine Karte nehmen würde, die weiter weg getrennt von ihnen beiden platziert wäre. Ich fühlte mich etwas seltsam, sagte aber gerne auch das zu. Wir wären ja gemeinsam dort und während der Aufführung muss man ja eh nicht miteinander reden. Meine Schwester sagte, dann würde sie mal schauen was sich machen ließe.
Wenige Tage später war ich bei J. zu Besuch, ich weiss nicht mehr aus welchem Anlass. Ich sprach sie auf den Musicalbesuch an. Sie sprang aufgeregt auf und sagte: "Oh, ach ja, stimmt ja! Ich fahre gleich mal den Laptop hoch". Dann kam meine Nichte ins Zimmer und die beiden unterhielten sich. Das Gespräch ging fort und man kam von Hölzchen auf Stöckchen. Der gemeinsame Musicalbesuch wurde nicht mehr erwähnt und ich habe nie erfahren, wie es war.
Ich überlegte kurz, freute mich, dass J. an mich gedachte hatte und mit ihrer Tochter und mir etwas unternehmen wollte und sagte gerne zu. Meine Schwester J. sagte, sie hätte schon zwei Karten und es wäre sicher schwierig bis unwahrscheinlich noch eine Karte neben ihnen zu bekommen. Ob ich denn auch eine Karte nehmen würde, die weiter weg getrennt von ihnen beiden platziert wäre. Ich fühlte mich etwas seltsam, sagte aber gerne auch das zu. Wir wären ja gemeinsam dort und während der Aufführung muss man ja eh nicht miteinander reden. Meine Schwester sagte, dann würde sie mal schauen was sich machen ließe.
Wenige Tage später war ich bei J. zu Besuch, ich weiss nicht mehr aus welchem Anlass. Ich sprach sie auf den Musicalbesuch an. Sie sprang aufgeregt auf und sagte: "Oh, ach ja, stimmt ja! Ich fahre gleich mal den Laptop hoch". Dann kam meine Nichte ins Zimmer und die beiden unterhielten sich. Das Gespräch ging fort und man kam von Hölzchen auf Stöckchen. Der gemeinsame Musicalbesuch wurde nicht mehr erwähnt und ich habe nie erfahren, wie es war.
Schwesternliebe
Vor ein paar Jahren entschuldigte sich meine Schwester bei mir. Sie war damals frisch geschieden, was sie sehr schwer belastete. Mein Schwager hatte sie wohl betrogen und war am Scheitern der Ehe schuld und bei meiner Familie nicht mehr gerne gesehen. Ich glaube meine Schwester machte zu dem Zeitpunkt Therapie, um mit der Situation fertig zu werden. Ihr Traum war geplatzt, dass Haus, das Sie und mein Schwager auf dem Grundstück unserer Elten gebaut hatten, musste verkauft werden und sie war nun alleinerziehende Mutter, während mein Schwager mit seiner neuen Frau in einer anderen Stadt wohnte.
Auf jeden Fall besuchte ich meine Schwester wieder einmal und sie erzählte mir, dass als ich ein Baby war sie, die neun Jahre ältere große Schwester, wieder einmal auf mich aufpassen musste. Sie erzählte mir, dass sie mit mir im Kinderwagen in den Wald zum Fluß spazieren ging. Dort stieß sie mich im Kinderwagen in den Fluß.
Als sie dies erzählte und sich entschuldigte, lachte ich, sagte, dass dies ja schon so lange her und vor meiner Erinnerung gewesen sei und ich kein Problem damit hätte.
Auf jeden Fall besuchte ich meine Schwester wieder einmal und sie erzählte mir, dass als ich ein Baby war sie, die neun Jahre ältere große Schwester, wieder einmal auf mich aufpassen musste. Sie erzählte mir, dass sie mit mir im Kinderwagen in den Wald zum Fluß spazieren ging. Dort stieß sie mich im Kinderwagen in den Fluß.
Als sie dies erzählte und sich entschuldigte, lachte ich, sagte, dass dies ja schon so lange her und vor meiner Erinnerung gewesen sei und ich kein Problem damit hätte.
schmerzliche Kindheitserinnerung
Es war Sommer. Ich kann nicht sagen, wie alt ich war. Fünf oder sechs oder sieben Jahre alt.
Ich wuchs in einem kleinen Haus mit einem großen Garten in einem (damals fast noch ländlichen) Vorort auf. Wir hatten eine Katze und diese hatte gerade Junge geworfen. Mein Vater hat es so gehalten, dass er die Kitten nach der Geburt immer gegen das Garagentor geworfen hat, um diese los zu werden. Anschließend wurden sie in die sich auf dem Innenhof befindende Jauchegrube geworfen. In diesem Sommer durften wir ein Kätzchen behalten. Wir vier Kinder haben uns sehr darüber gefreut und ich habe schon als Kind Tiere sehr gern gehabt und unsere Katze war das Liebste was ich kannte für mich. So freute ich mich auch an dem noch blinden Kitten sehr.
Meine Tante und mein Onkel wohnten mir unseren zwei Cousinen nebenan in dem Haus und unser Garten war nicht von deren Garten abgetrennt. So war es üblich, dass mein Onkel uns mit seinem Schäferhund sehr oft besuchen kam, um mit meinen Eltern zu reden. Der Schäferhund meines Onkels trug ein Stachelhalsband, da er wohl etwas schwierig war und mein Onkel ihn so zurückreißen konnte, wenn der Hund nicht gehorchte.
Ich erinnere mich, dass ich im Garten stand und das Kätzchen ganz sanft in meinen Händen hielt und streichelte. Mein Onkel kam mit seinem Schäferhund und der Hund bemerkte das Kätzchen in meinen Händen und jaulte leise und war ganz neugierig und wollte das Kätzchen beschnuppern. Ich ging vertrauensvoll zu dem Hund, damit er das Kätzchen beschnuppern und sich mit ihm anfreunden konnte. Ehe ich reagieren konnte, hatt er zugeschnappt und hielt den Kopf des Kätzchens in seiner Schnauze. Ich war stumm verstört und verwirrt. Das Kitten überlebte dies nicht. Sein Genick war angebrochen und so musste mein Vater es auch gegen das Garagentor werfen.
Ich erinnere mich nicht, ob etwas zu mir gesagt wurde, aber ich erinnere mich an die Ablehnung, die ich von meinen Geschwistern spürte. Ich fühlte mich schuldig.
Bis heute fühle ich mich schuldig am Tod dieses Kätzchens und für meine Dummheit.
Ich wuchs in einem kleinen Haus mit einem großen Garten in einem (damals fast noch ländlichen) Vorort auf. Wir hatten eine Katze und diese hatte gerade Junge geworfen. Mein Vater hat es so gehalten, dass er die Kitten nach der Geburt immer gegen das Garagentor geworfen hat, um diese los zu werden. Anschließend wurden sie in die sich auf dem Innenhof befindende Jauchegrube geworfen. In diesem Sommer durften wir ein Kätzchen behalten. Wir vier Kinder haben uns sehr darüber gefreut und ich habe schon als Kind Tiere sehr gern gehabt und unsere Katze war das Liebste was ich kannte für mich. So freute ich mich auch an dem noch blinden Kitten sehr.
Meine Tante und mein Onkel wohnten mir unseren zwei Cousinen nebenan in dem Haus und unser Garten war nicht von deren Garten abgetrennt. So war es üblich, dass mein Onkel uns mit seinem Schäferhund sehr oft besuchen kam, um mit meinen Eltern zu reden. Der Schäferhund meines Onkels trug ein Stachelhalsband, da er wohl etwas schwierig war und mein Onkel ihn so zurückreißen konnte, wenn der Hund nicht gehorchte.
Ich erinnere mich, dass ich im Garten stand und das Kätzchen ganz sanft in meinen Händen hielt und streichelte. Mein Onkel kam mit seinem Schäferhund und der Hund bemerkte das Kätzchen in meinen Händen und jaulte leise und war ganz neugierig und wollte das Kätzchen beschnuppern. Ich ging vertrauensvoll zu dem Hund, damit er das Kätzchen beschnuppern und sich mit ihm anfreunden konnte. Ehe ich reagieren konnte, hatt er zugeschnappt und hielt den Kopf des Kätzchens in seiner Schnauze. Ich war stumm verstört und verwirrt. Das Kitten überlebte dies nicht. Sein Genick war angebrochen und so musste mein Vater es auch gegen das Garagentor werfen.
Ich erinnere mich nicht, ob etwas zu mir gesagt wurde, aber ich erinnere mich an die Ablehnung, die ich von meinen Geschwistern spürte. Ich fühlte mich schuldig.
Bis heute fühle ich mich schuldig am Tod dieses Kätzchens und für meine Dummheit.
Erinnerungen an die Beerdigung meiner Tante
Im vorletzten Jahr. Meine Schwester J. rief mich an und sagte, dass unsere Tante gestorben sei. Unsere Tante war über siebzig und schon lange gebrechlich, daher was dies nun keine überraschende Information. Ich hatte sie schon seit vielen Jahren nicht mehr gesehen. Mein Kontakt zur weiteren Familie ist gleich null und alle Informationen die ich erhalte, kommen von meinen Geschwistern.
Meine Schwester sagte unsere Cousinen wollten keine große Beerdigung, nur im ganz engen Kreis und daher würde sie und mein Bruder U. nur einen Trauerkranz schicken und ob ich mich daran beteiligen wollte - und dann mit einer winzigkleinen Pause setzte sie hinzu: "du gehörst ja auch irgendwie dazu."
Ich habe natürlich zugestimmt. Natürlich möchte ich mich beteiligen! Wir vereinbarten, dass ich ihr meinen Anteil bei einer nächsten Begegung zurückgeben würde. Meine Geschwister haben nie mehr mit mir darüber gesprochen. Ich auch nicht und so habe ich auch nie meine Anteil geleistet. Es schmerzt und ich bin schuldig......
Meine Schwester sagte unsere Cousinen wollten keine große Beerdigung, nur im ganz engen Kreis und daher würde sie und mein Bruder U. nur einen Trauerkranz schicken und ob ich mich daran beteiligen wollte - und dann mit einer winzigkleinen Pause setzte sie hinzu: "du gehörst ja auch irgendwie dazu."
Ich habe natürlich zugestimmt. Natürlich möchte ich mich beteiligen! Wir vereinbarten, dass ich ihr meinen Anteil bei einer nächsten Begegung zurückgeben würde. Meine Geschwister haben nie mehr mit mir darüber gesprochen. Ich auch nicht und so habe ich auch nie meine Anteil geleistet. Es schmerzt und ich bin schuldig......
Das schwarze Schaf in einer Familie zu sein, ist ein Gefühl... nur ein Gefühl
Das schwarze Schaf in einer Familie zu sein, ist ein Gefühl. Lediglich ein Gefühl. Es gibt keine vorlegbaren Beweise, nichts was man Dritten vorlegen kann und sagen: "Hier, siehst du, so ist es!" und dieser Dritte sagt: "Himmel! Was hast du mitgemacht! Wie bist du behandelt worden! Das ist nicht normal! Das ist vollkommen abnorm!". Nein, das wird ein schwarzes Schaf nicht erleben.
Es bleibt nur ein Gefühl. Das Gefühl nicht dazu zu gehören. Das Gefühl falsch zu sein wie man ist. Die Unsicherheit, was man nur falsch gemacht hat, warum man nicht so ist wie die anderen. Das Gefühl von Schuld. Und das lebenslange Fragen, was mit einem nicht stimmt, dass man so sonderbar, so anders ist, dass niemand es mit einem aushält.
Und es hält ja niemand mit einem aus. Längst schon ist das Gefühl nicht dazu zu gehören, nicht "richtig" zu sein, nicht kommunikativ, nicht Ansprechpartner, nicht Mitspieler, nicht für voll genommen, nicht gleichwertig zu sein, so tief in der Seele verankert, dass man nicht daran zweifelt und jegliche neuen Kontakte selbst sabotiert. Weil... man ist nicht richtig, so wie man ist.
Und, weil man noch nie so richtig war, wie man ist, wird man auch immer "unrichtiger". Bestimmte Verhaltensweisen anderer, Reaktionen anderer auf von einem gesagtes, Abwendungen, Aufmerksamkeitslosigkeiten und so vieles mehr im Zwischenmenschlichen, werden mit großer Empfindlichkeit registriert und entsprechend mit Rückzug reagiert, um erneuten Zurückweisungen oder der Furcht wieder einer neuen Traurigkeit und Enttäuschung ausgeliefert zu sein zu entgehen.
Irgendwann ist man nicht mehr fähig Real von Imaginär zu unterscheiden. Was an Ablehnung bilde ich mir nur ein, was ist wirklich? Habe ich mir dies nun selbst wiedereinmal verbaut oder war es tatsächlich so, dass man Gefahr lief wieder auf die selben falschen Töne anzuspringen?
Es bleiben nur Fragen. Der Rückzug, das Alleinsein, wird zur einzigen Sicherheit. Und wahrscheinlich ist man längst schon so merkwürdig, eigen, anders in seinen Ansichten, Meinungen und im Verhalten, dass es niemanden mehr gäbe, der einem ähneln könnte, der verstehen könnte und eine Energie zuwenden könnte, die wärmt, die einen erwärmt, zum tauen bringt und die ganze Welt der Gefühle, Wärme, Zuwendung, Hilfsbereitschaft und Verständnis annehmen und zurückgeben würde, die große Sehnsucht. Und doch, möchte man so gerne und kann nicht.......
Das schwarze Schaf geht seinen (selbstverschuldeten?) Weg allein.
Das schwarze Schaf in einer Familie zu sein, ist ein Gefühl. Lediglich ein Gefühl. Es gibt keine vorlegbaren Beweise, nichts was man Dritten vorlegen kann und sagen: "Hier, siehst du, so ist es!" und dieser Dritte sagt: "Himmel! Was hast du mitgemacht! Wie bist du behandelt worden! Das ist nicht normal! Das ist vollkommen abnorm!". Nein, das wird ein schwarzes Schaf nicht erleben.
Es bleibt nur ein Gefühl. Das Gefühl nicht dazu zu gehören. Das Gefühl falsch zu sein wie man ist. Die Unsicherheit, was man nur falsch gemacht hat, warum man nicht so ist wie die anderen. Das Gefühl von Schuld. Und das lebenslange Fragen, was mit einem nicht stimmt, dass man so sonderbar, so anders ist, dass niemand es mit einem aushält.
Und es hält ja niemand mit einem aus. Längst schon ist das Gefühl nicht dazu zu gehören, nicht "richtig" zu sein, nicht kommunikativ, nicht Ansprechpartner, nicht Mitspieler, nicht für voll genommen, nicht gleichwertig zu sein, so tief in der Seele verankert, dass man nicht daran zweifelt und jegliche neuen Kontakte selbst sabotiert. Weil... man ist nicht richtig, so wie man ist.
Und, weil man noch nie so richtig war, wie man ist, wird man auch immer "unrichtiger". Bestimmte Verhaltensweisen anderer, Reaktionen anderer auf von einem gesagtes, Abwendungen, Aufmerksamkeitslosigkeiten und so vieles mehr im Zwischenmenschlichen, werden mit großer Empfindlichkeit registriert und entsprechend mit Rückzug reagiert, um erneuten Zurückweisungen oder der Furcht wieder einer neuen Traurigkeit und Enttäuschung ausgeliefert zu sein zu entgehen.
Irgendwann ist man nicht mehr fähig Real von Imaginär zu unterscheiden. Was an Ablehnung bilde ich mir nur ein, was ist wirklich? Habe ich mir dies nun selbst wiedereinmal verbaut oder war es tatsächlich so, dass man Gefahr lief wieder auf die selben falschen Töne anzuspringen?
Es bleiben nur Fragen. Der Rückzug, das Alleinsein, wird zur einzigen Sicherheit. Und wahrscheinlich ist man längst schon so merkwürdig, eigen, anders in seinen Ansichten, Meinungen und im Verhalten, dass es niemanden mehr gäbe, der einem ähneln könnte, der verstehen könnte und eine Energie zuwenden könnte, die wärmt, die einen erwärmt, zum tauen bringt und die ganze Welt der Gefühle, Wärme, Zuwendung, Hilfsbereitschaft und Verständnis annehmen und zurückgeben würde, die große Sehnsucht. Und doch, möchte man so gerne und kann nicht.......
Das schwarze Schaf geht seinen (selbstverschuldeten?) Weg allein.
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